08.10.12

I. Naturwissenschaftliche Woche

Stephaneer stellen Ergebnisse der Wissenschafts-Woche vor

  • Mitteldeutsche Zeitung vom Samstag, 13. Oktober 2012, im Internet unter http://mz-web.de

Ein bisschen erinnerte es an die Goldgräber im Wilden Westen: Kleine Gruppen standen lachend beieinander und schüttelten unermüdlich rötlichen Sand durch die Gitter kreisrunder Siebe. Doch die Stephaneer suchten nicht wirklich nach Gold, hier war das Sieben Mittel zum Zweck. Denn der Formsand fiel in hölzerne Kisten, bedeckte dort mit Talkum bestäubte Formen, wurde verdichtet und am Ende mit flüssigem Aluminium befüllt.

Heraus kamen kleine Bärchen, Schmetterlinge oder Herzen, die von der Chemie-Gruppe bei der Präsentation am Freitag der Wissenschafts-Woche des Ascherslebener Gymnasiums stolz nach oben gehalten wurden. Wie sich die Stephaneer in der Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld, aber auch in den anderen Partner-Einrichtungen der Schule geschlagen haben, zeigte ein Film, den die Mediengruppe gedreht, zusammengeschnitten und vertont hatte.

Da war zu sehen, wie die in Chemie-, Physik-, Bio- und Mathegruppen unterteilten Zehntklässler mit weißen Kitteln im Grünen Labor von Gatersleben mit Reagenzgläsern und -schalen hantierten. Wie sie mit orangefarbenen Sicherheitswesten an und Schutzhelmen auf dem Kopf die riesigen Werkshallen von Novelis besichtigten und sich in der Ausbildungswerkstatt selbst ausprobierten. Wie sie im Hörsaal der Universität von Halle den Ausführungen der Wissenschaftler folgten. Wie sie am Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung sogenannte Grätzel-Zellen, die ähnlich wie bei der Photosynthese Licht in (Elektro-)Energie umwandeln, zusammen- und Brennstoffzellen, bei denen Wasser als Abfallprodukt entsteht, auseinanderbauten.

"Das ist also sehr saubere Energie, die in Zukunft eine große Rolle spielen wird", waren sich die Mädchen der Chemiegruppe einig, die sich von den vergangenen Tagen begeistert zeigten. "Das war wirklich schön", nickte Mario Steinmetz - Moderator seiner Gruppe - und dankte dem Aluminium-Verarbeiter Novelis, der die Wissenschaftswoche finanziert hatte, sowie den Wissenschaftlern, die sich Zeit für die Schüler nahmen und ihnen gern Einblicke in die Praxis gewährten.

"Das war wesentlich interessanter und anschaulicher als der theoretische Teil", freute sich Mario Steinmetz und bestätigte damit auch die Beobachtungen des Schulleiters. Der hatte durchweg positive Rückmeldungen von Schülern und Lehrern erhalten. "Die Betriebsbesichtigung bei Novelis war abwechslungsreich und hat den Schülern Spaß gemacht, vor allem in der Ausbildungswerkstatt, wo sie selbst basteln konnten", nannte Klaus Winter ein Beispiel. "Da haben sie was Positives mit nach Hause genommen." Denn zu wissen, was in den Betrieben der Region passiert, ob es dort Berufe gibt, die die Schüler vielleicht sogar interessieren, das ist ein positiver Nebeneffekt der Wissenschaftswoche, die so auch bei der Berufsfindung hilfreich ist.

Originaltext:

Vom 08. Oktober bis 12. Oktober findet am Stephaneum die I. Naturwissenschaftliche Woche statt. 

Dies ist eine Kooperationsveranstaltung der TU Clausthal, des Nachterstedter Unternehmens Novelis und dem Gymnasium Stephaneum.

Die I. Naturwissenschaftliche Woche hat folgende Schwerpunkt-Veranstaltungen:

  • Montag, 8. Oktober ab 09.00 Uhr Vorstellung des Werkes Novelis in der Aula H I für die Schüler der Klassen 10. Übergabe der Unterstützung (Scheck) durch Herrn Langwich (Novelis) an die Schule.
  • Dienstag, 9. Oktober Fahrt einer Gruppe nach zur TU Clausthal und einer weiteren Gruppe nach Gatersleben ins "Grüne Labor". Die Mediengruppe begleitet.
  • Donnerstag, 11. Oktober um 10:00 Uhr Empfang der Gäste aus Peine in der Aula H I und gegen 15 Uhr Schlussbesprechung aller beteiligten am 3. Städtepartnerschaftstages ebenfalls in der Aula H I.
  • Freitag, 12. Oktober ab 10:00 Uhr Präsentation der Ergebnisse der Naturwissenschaftlichen Projektwoche in der Aula H I.