Wissenschaftswoche 2009 - In St. Peter-Ording

Die Projektgruppe

Auch dieses Schuljahr veranstaltete das Stephaneum eine Wissenschaftswoche der zwölften Klassen, in der die Schüler an das wissenschaftliche Arbeiten herangeführt werden sollten. Ein Großteil der Schüler arbeitete unter Leitung der betreuenden Lehrer in St. Peter-Ording an der Nordsee in verschieden Fachrichtungen, wie Ethik, Biologie, Deutsch, Kunst, Geografie und Informatik. Ein zentrales Thema der AEUR?ForschungsarbeitenAEURoe war natürlich die Nordsee und auch das Wattenmeer, aber auch an Themen wie Liebesbeziehungen berühmter Dichter oder Glück und Sozialutopien wurden eifrig gearbeitet.
Außerhalb der wissenschaftlichen Arbeit wurde am Abend Förderunterricht im Fach Mathematik angeboten, um Stoff der vergangenen Schuljahre zu vertiefen und zu wiederholen.

Am Montag wurden direkt nach dem Beziehen der Zimmer Fahrräderausgeliehen, um in und um St. Peter-Ording mobil zu sein, leider wurden deren Reifen in der Nacht zum Mittwoch zerstochen, was eine große Aufregung verursachte, trotzdem ging die Arbeit an den entsprechenden Themen weiter.

Am Dienstag wurde die Stadt Tönning besucht, dort war insbesondere das Multimar Wattforum eine wichtiger Anhaltspunkt für die wissenschaftliche Arbeit, aber es wurde auch die Altstadt und der Hafen Tönnings von den Schülern besichtigt.

Das wissenschaftliche Highlight der Studienfahrt war die Wattenmeerwanderung am Mittwoch, dabei wurde die Flora und Fauna des Wattenmeers und anschließend auch der Salzwiesen erforscht.
Nicht nur bei der Wattenmeerwanderung wurde direkt am Meer gearbeitet, auch während der Seminare mit den entsprechenden Lehrern oder in der Freizeit der Schüler.

Als weiteres Highlight war eine Art Abschlussfeier organisiert worden. Es wurde gegrillt und die Lehrer hatten eine ganz besondere Überraschung, denn einige Schüler wurden AEUR?getauftAEURoe und erhielten so das AEUR?NordseediplomAEURoe. Diese Schüler waren die AEUR?Schwarzen SchafeAEURoe des Abends, weil alle auf mehr oder weniger negativer Weise während der Wissenschaftswoche aufgefallen waren. Aber auch die Schüler hatten sich einen Streich einfallen lassen, denn Herrn Falke wurde anschließend scherzhaft einige Vergehen zur Last gelegt, wie zum Beispiel das Stören der heimischen Tierwelt.

Im Großen und Ganzen war die Wissenschaftswoche in St. Peter-Ording ein großer Erfolg und wird lange Zeit in den Gedächtnissen der Schüler, aber auch der Lehrer bleiben.

Themen der Wissenschaftswoche 2009

Fach Betreuender Lehrer Thema Schüler
Ethik Fr. Nitsche Glück und Sozialutopien 11
Biologie Hr. Friedel-Treptow Ökosystem Watt 9
Deutsch Fr. Janzen Wenn dichter lieben 7
Kunst Hr. Nitsche Wie sehe ich die Nordsee 7
Geografie Hr. Herker Nordsee: Wirtschaft, Tourismus und Naturschutz 3
Informatik Hr. Czech Dokumentation der Wissenschaftswoche 2

Exkursion ins Mulimar-Wattforum

Am Dienstag ging es mit dem Bus nach Tönning, wo das Multimar-Wattforum besucht wurde. Dies war insbesondere für die Biologie-Gruppe von entscheidender Bedeutung für die wissenschaftliche Arbeit, denn sie konnten direkt zu ihrer bestimmten Aufgabe im Wattforum forschen und Material sammeln. Dennoch war es für alle anderen Schüler auch interessant, man konnte in offenen Becken die Meerestiere anfassen, sich an Schautafeln über das Meer informieren  und auf einem Fahrrad testen wie schnell man im Vergleich zu Meerestieren ist. Im Wattforum gibt es außerdem noch ein gigantisches Walmodell in Lebensgröße.

Um diesen Wal sind verschiedene Themenräume angeordnet, sodass man sich über alle Besonderheiten des Wals der Nordsee informieren konnte.  Kleinere Meeresbewohner konnten in Aquarien bestaunt werden, dies waren normale geschlossene Becken, aber auch offene Becken, wo man die Meerestiere auch anfassen konnte. Im Brandungsbecken konnten selbst Wellen erzeugt werden und dann konnte man beobachten, wie Seesterne, Muscheln, Seeigel und Krebse auf diese Wasserbewegungen reagieren. Im Becken AEUR?GezeitenzoneAEURoe könnten Ebbe und Flut im Stundenrhythmus simuliert werden, so dass sich die Reaktionen der Tiere auf unterschiedliche Wasserstände wie in der Natur beobachten lassen: Eingegraben bei Niedrigwasser und aktiv bei Hochwasser.

Weiterhin versuchten einfache Steck- und Tastspiele, verschiedene Aktionsstationen, eine Unterwasserkamera, überdimensionale Themenbücher, Kurzfilme, interaktive Computereinheiten und vieles mehr erfolgreich die Besucher zu begeistern.

Wattenmeer- und Salzwiesenwanderung

Salzwiese

Am Mittwoch wurde die Flora und Fauna des Wattenmeers direkt im Wattenmeer untersucht. Im Verlauf der Wattenmeerwanderung wurden die Schüler über die Ursachen von Ebbe und Flut aufgeklärt und es wurden die verschiedenen Pflanzen gezeigt, ihre Funktion im Meer erläutert und teilweise wurden sie auch probiert, überraschenderweise schmeckten diese sogar gut. Von Quellern bis über Kieselalge ging es dann weiter zu den Tieren des Wattenmeers, wie Krebs- und Weichtiere oder Muscheln. Ein Orientierungsversuch wurde gemacht, der die schwierige Orientierung bei Nebel im Wattenmeer und die damit verbundene Gefahr aufzeigen sollte.

Nach einer kleinen Mittagspause ging es weiter in den Salzwiesen, die ebenso wie das Watt eine außergewöhnliche Pflanzenwelt beherbergt. Auch hier wurde versucht durch Spiele den Schüler diesen Lebensraum näher zu bringen. Es wurden Pflanzen bestimmt, Nutzung dieser erklärt.