Der Verband stellt sich vor

Der VeSt. wurde im Jahre 1900 gegründet und gehört damit zu den ältesten Vereinigungen ehemaliger Schüler in Deutschland mit seinen rund 330 Mitgliedern unbedingt zu den stärksten. Seine erste Blütezeit hatte er in den 20er und 30er Jahren. Höhepunkte waren jeweils die jährlichen Ostertagungen in Aschersleben, zu denen die Mitglieder aus allen Teilen unseres Landes herbeiströmten. Krieg und Zusammenbruch setzten dem Verbandsleben ein vorläufiges Ende. Aber schon sehr bald danach fanden sich die Stephaneer in der Bundesrepublik wieder zusammen und erweckten den Verband 1952 zu neuem Leben. Seitdem herrscht wieder ein reges Verbandsleben in allen Teilen des Landes. 45 Jahre lang gab es in Aschersleben keine Möglichkeit, die Tradition des VeSt. weiter zu pflegen, abgesehen von einigen Versuchen, zu jährlichen "Traditionstreffen" in den 50er Jahren. Die Wende brachte auch hier einen neuen Aufbruch. Seit dem Jahre 1992 werden die Jahrestreffen wieder regelmäßig in unserer Heimatstadt abgehalten.

Die Verbandszeitschrift "Lose Blätter" berichtet über die Tätigkeit der Gemeinschaft, über die Ergebnisse vielseitiger Forschungen und über das Leben der ehemaligen Mitschüler, damit die Erinnerung an Schule und Heimat erhalten bleibt. Ohne besondere Nachforschungen angestellt zu haben, kann man behaupten, dass unsere "Ehemaligen-Zeitschrift" zu den ältesten Deutschlands gehört. Sie hat alle Weltkriege und Umbrüche überstanden - manchmal mit einigen Schwierigkeiten - aber sie ist das einigende Band aller Stephaneer geblieben und so soll es bleiben.

In der 1991 zum 90. Jahrestag des Verbandes erschienenen Ausgabe der "Losen Blätter" lässt Dr. Paul - Wekel, dem in diesem Zusammenhang besonderer Dank für die Vervollständigung und Archivierung der Zeitschrift gilt, die Jahrzehnte - Revue passieren. Abschließend schrieb er "So könnten wir stundenlang blättern. Immer ergibt sich etwas Interessantes, Wissenswertes, Erinnerungswürdiges. Gut, dass es "Die losen Blätter" gibt. Die gebundenen Jahrgänge sind in der Stadtbücherei auszuleihen.

Der Zweck des VeSt. dessen Zeichen die Fackel und die Eule sinnbildlich für Erleuchtung - und Weisheit stehen, ist die Pflege dieser Erinnerungen an Schule und Heimat, Erforschung der Geschichte unserer Heimatschulen sowie des Lebens und der Leistungen ihrer Schüler und Lehrer vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Erkundung der künstlerischen, kulturellen und geschichtlichen Werte unserer Heimat, vor allem aber die Unterstützung der verehrten alten Schule durch Spenden aller Art.

Ziele des Verbandes, die sich seit Generationen bewährt haben:

  • Pflege der Schulfreundschaften durch Zusammenkünfte, Veranstaltungen und einem mehrtägigen Jahrestreffen mit der Schule
  • Förderung des Stephaneums und seiner Schüler durch Stiftungen und Prämien
  • Erforschung der Geschichte des Stephaneums und unserer Heimat
  • Erarbeitung der Biografien bedeutender Schüler und Lehrer sowie deren wissenschaftlicher Leistungen
  • Herausgabe der Verbandszeitschrift "Die losen Blätter" mit Berichten über die Verbandstätigkeit, über Schule und Heimat sowie über die weiteren Aufgaben des Verbandes.