Die Wissenschaftswoche 2011 - Watt, Salzwiesen und andere Kuriositäten

Von Erik Schymalla und Laura Behrendt

Sommer, Sonne, Strand und Meer AEUR" das assoziiert man üblicherweise mit einem Aufenthalt an der Nordsee im Spätsommer. Doch die Realität sah für einige Schüler der 12. Klassen des  Stephaneums anders aus. Die Mission hieß Wissenschaftswoche 2011. Mit an Bord waren 48 Wissbegierige, die sich in St. Peter-Ording intensiv mit verschiedensten Themen aus den drei Fachbereichen Kunst, Biologie und Ethik befassen wollten.  Dies geschah unter Anleitung von Herrn Nitsche, Herrn Friedel-Treptow, Herrn Falke und Frau Nitsche. Darüber hinaus beschäftigte die filmische Dokumentation der Wissenschaftswoche mit Hilfe von Herrn Glode weitere Schüler.

In den frühen Morgenstunden des 05. September begann das Abenteuer Wissenschaftswoche und noch bevor der Nordseecampus bezogen werden konnte, wartete der erste Höhepunkt der Reise auf die Schüler: ein Besuch im Multimar Wattzentrum. Diese Ausstellung stellte den perfekten Einstieg für das komplexe Thema Wattenmeer dar. Besonders die Biologieschüler kamen auf ihre Kosten, wurde doch anhand vieler Exponate, Modelle und Schautafeln eindrucksvoll das Ökosystem Wattenmeer beleuchtet. Den Abschluss dieses Besuchs bildete eine kommentierte und lehrreiche Fischfütterung.

Nach dieser ersten "Lerneinheit" hieß es Zimmer beziehen und St. Peter-Ording erkunden, natürlich mit dem Fahrrad, dem besten Freund und auch Feind einiger Schüler in dieser Woche. Um nicht aus der Übung zu kommen, stand der zweite Tag im Zeichen einer Radtour zum Westerheever Leuchtturm. Der Weg bot vor allem den Künstlern fantastische Fotomotive, aber auch wer nicht künstlerisch begabt war, hatte während der Fahrt viel Spaß, was teilweise auch an den schon in Mitleidenschaft gezogenen Fahrrädern lag. Nach ungefähr 25 Kilometern wurde man vom Leuchtturm begrüßt. Doch mit der Ankunft war das Programm noch lange nicht vorbei, im Gegenteil: es fing gerade erst an, jedenfalls für die Biologieschüler. Denn der Leuchtturm wird von überaus interessanten Salzwiesen umgeben, die nun zu erkunden waren. Mit dem neuen Wissen im Gepäck sollte es auf zwei Rädern zurück nach St. Peter-Ording gehen. Aber das Wetter machte der Gruppe einen Strich durch die Rechnung. Statt Sonnenschein gab es nun strömenden Regen und starken Gegenwind. Allerdings hielt das einige Mutige nicht davon ab, trotzdem die Drahtesel zu besteigen und zurück zu radeln. Der Rest machte es sich im Bus bequem.

Auch der dritte Tag stand ganz im Namen der Biologie: das Watt erwartete die Wissbegierigen. Ausgestattet mit Eimern und Probebehältern wurde das Watt unter fachkundiger Anleitung erkundet und durchforstet. Dies stellte wiederum tolle Fotomotive dar. Am Abend wurden die Funde begutachtet und präpariert.
Die letzten beiden Tage boten genug Zeit für die individuelle Arbeit in den einzelnen Gruppen. Die Ethikschüler führten neben der Anfertigung eines ethischen Tagebuchs anregende Diskussionen über Glück und den Sinn des Lebens, während sich die Fotografen mit der Entdeckung und Bearbeitung ihrer Kunstwerke beschäftigten. Die Biologen folgten erneut dem Ruf des Meeres und führten detaillierte Untersuchungen am Ökosystem Watt durch. Die Eindrücke wurden anschließend ausgewertet, die Funde unter dem Mikroskop betrachtet und die Ergebnisse wurden als Belegarbeit festgehalten. Währenddessen hatte das Dokumentationsteam mit den Tücken der Technik während der Filmerstellung zu kämpfen.

Doch natürlich kam auch der Spaß während der Wissenschaftswoche nicht zu kurz: ein musikalischer Grillabend ließ die Woche gebührend ausklingen.
Als am 10. September die Heimreise angetreten wurde, hatten die Schüler und Lehrer eine arbeitsintensive aber auch eine lehrreiche und unterhaltsame Woche gemeistert. Es ist wohl nicht übertrieben zu sagen, dass diese Wissenschaftswoche allen Beteiligten als wissenschaftliche Exkursion, aber auch als ereignisreiche Reise im Gedächtnis bleiben wird.