Studienfahrt nach Krakau/Auschwitz „Erinnern für die Zukunft“

Okt. 7, 2026 | Allgemein

Eine Woche Krakau liegt hinter uns, eine Woche voller neuer Eindrücke, gemeinsamer Erlebnisse und vieler Momente, über die ich auch nach der Fahrt noch nachdenke. Genau aus diesem Grund ist Krakau für mich nicht einfach nur eine schöne Stadt, die wir besucht haben. Die Fahrt hat mir auch gezeigt, dass Geschichte ganz anders wirken kann, wenn man nicht nur darüber liest oder sie erzählt bekommt, sondern wenn man selbst an den Orten steht, an denen sie passiert sind.

Besonders beeindruckt hat mich der Besuch von Auschwitz-Birkenau am Mittwoch, dem 30. September. Dort zu stehen und die erhaltenen Gebäude, z.B. die Baracken und Gaskammern, sowie die aufgehobenen Gegenstände, z.B. Schuhe, Kleidung, Koffer, selbst zu sehen, war etwas völlig anderes, als im Unterricht davon zu hören.

Auch die Führungen durch das jüdische Viertel Kazimierz und das ehemalige Ghetto haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Gleichzeitig fand ich den Abend mit Klezmer Live-Musik, in dem jüdischen Restaurant „Ariel“ besonders schön. Die Geschichten über die Verfolgung der jüdischen Menschen haben mich besonders traurig und nachdenklich gemacht.

Gleichzeitig hat es mich sehr wütend gemacht, dass Menschen allein wegen ihrer Herkunft so behandelt wurden. Umso schöner waren die gemeinsamen Erlebnisse mit meiner Klasse und meinen Freunden.

Als Botschaft von der Fahrt, nehme ich mir mit, wie wichtig es ist, solche Orte selbst zu besuchen und sich mit ihrer Geschichte auseinanderzusetzen. Niemand sollte wegen seiner Religion oder Herkunft verurteilt werden. So etwas darf nie wieder passieren! Diese Menschen, welche so sehr gelitten haben, verdienen unseren Respekt. Dazu gehört für mich auch, ihre Geschichte nicht zu vergessen und an sie zu denken.

Erinnerung bedeutet für mich, Verantwortung zu übernehmen und dafür zu sorgen, dass so etwas nie wieder passiert!

Finja Dubiel-Schabanowski, Kl. 11