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Balladenwettbewerb am Gymnasium Stephaneum

23.01.2019 / Aktuelles


Ein wenig kalt war es schon in der Aula, als ich mich neun Schüler der Klassenstufen 7 zu einem Balladenwettbewerb mit einer Jury, bestehend aus Lehrern der Schule, trafen. Es sollten die drei besten Interpreten gefunden werden.

Ich begleitete meinen Enkel, da es hieß, es könnten auch Requisiten verwendet werden. Ich war ihm behilflich und war gern mal „Packesel“. Da mich interessierte, wie die Schüler die vier Balladen auf unterschiedliche Weise interpretieren, durfte ich zuhören und zusehen. Ich verließ den Raum, weil ich meinen Enkel nicht verunsichern wollte. Es kamen vier Balladen zum Vortrag.

-„Das Mädchen mit dem Gravensteiner“ von Detlev von Liliencron

-„Der Erlkönig“ von Johann Wolfgang von Goethe

-„John Maynard“ von Theodor Fontane

-„Die Lore Lay“ von Clemens Brentano

Die Vielfalt war interessant, aber auch schwierig vorzutragen. Die Schüler waren sehr aufgeregt und das zeigte sich vor allem in der nachlassenden Lautstärke und Intensität des Vortrages. Es war nicht schlimm, dass einige den Text nicht ganz perfekt beherrschten, doch wurde oft versucht, diese Schwächen durch zu viele Gesten zu verdecken.

Leider spielten die Schüler mit ihren zum Teil fantasievollen Requisiten (Steuerrad, Äpfel und Tücher sowie Geräuschkulisse) viel zu weit vom Publikum entfernt, so dass sprachliche Schwächen sehr schnell zu Tage traten. Augenkontakt mit der Jury und dem imaginären Publikum klappte leider nicht oft. Ich hätte mir gewünscht, dass die Klassenkameraden dabei gewesen wären, sowie auch Eltern oder Großeltern. Die Jury hatte es nicht leicht, denn jeder der Vortragenden gab sein Bestes, aber drei hatten sich besonders fantasievoll vorbereitet und auch die Interpretation war sehr gut. Gewinner waren Gustav Hagen Heise, Polly Reichmann und Karl-Oskar Albig mit dem „Erlkönig“, dem „Mädchen mit dem Gravensteiner“ und „John Maynard“.

Am Ende des Wettbewerbs plumpste ein großer Stein zu Boden – von den Herzen der Schüler.

Für mich stand fest: Sie haben alle gewonnen, denn sie hatten den Mut, sich einem Wettbewerb zu stellen…


Birgit Eisfeld



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